Der Findling

            

„Bereits zur Wandersaison 2019 wollen wir den Weg fertig haben“, so der zuständige Planer Herbert Hofberger. „Wir gehen jetzt in die Feinplanung und wollen noch 2018 mit der Umsetzung beginnen“, ergänzt seine Kollegin Katrin Hartisch. Der Wander- und Besinnungsweg „Der Findling“ soll ein Highlight in der Region und ein Aushängeschild für Naturbegeisterte aus Nah und Fern werden.

In einer Zwischenrunde präsentierte das Büro „Hofberger und Hartisch“ den aktuellen Stand des durch den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald co-finanzierten Projektes. Aus der Idee der Flosser „Beratungsgruppe Sonderprojekte“ mit Vorsitzendem Markus Staschewski ist ein umfangreiches Unterfangen mit 12 Stationen entstanden. Viele Einfälle konnten in die Projektierung mit eingearbeitet werden.

„Eintauchen in die Natur“ und „Ruhe finden“ ist in großen Lettern zu lesen. Und das lässt sich mit dem Findlings-Konzept sicher verwirklichen. Denn der Granit-Findling, wie man ihn hierzulande bestens kennt, spielt bei diesem Wanderweg eine große Rolle. Als Wegweiser und als Informations-Träger werden die Granitbrocken eingesetzt, stets mit dem neuen F-Logo ausgestattet, auf welches sich die Verantwortlichen bereits einigen konnten.

Startpunkt und somit Station 1 wird mit dem Motto „Zurechtfinden“ die Infohütte am Kreislehrgarten sein.

Station 1: Zurechtfinden – Der Weg ist das Ziel

Los geht es über den Bocklradweg und der „Station 2 – Gut finden“ hinauf zum Primusblick und der „Station 3 – Wiederfinden“ zum Galgen (Station 4 – Sich abfinden).

Station2: Am Bocklradweg „Gut finden – Alte Wege neu entdeckt“

Station 3: Primusblick „Wiederfinden – eine Frage der Perspektive“

Station 4: Der Galgen
„Sich abfinden – Memento mori“ Die Gedenkstein-Schale

Ein Highlight auf dem Weg Richtung Würnreuther Höhe dürfte „Landschaft mit Weitblick“ sein, einem geplanten Podest mit Blickrohren in verschiedene Richtungen ins Flosser Land.

Station5: Würnreuther Höhe
„Schön finden – Landschaft mit Weitblick“

Station 6: Die Terrassenfelder
„Geschmack finden – kultivieren, was gut ist“

„Geschmack finden“ werden die Wanderer auf der 6. Etappe bei den „Terrassenfeldern“ bevor es zum Schnepfenhof und der 7. Station geht. Wer bei der Hofidylle am Weiher keine Ruhe findet, hat etwas falsch gemacht.

Station 7: Der Schnepfenhof

Station 7: „Ruhe finden – Hofidylle am Weiher“

  

Im Doost-Gebiet selbst erwartet die Besucher zwei Stationen. Sagen, Fabeln und Märchen werden auf Bronze-Platten dargestellt und am Doost-Ausgang will man „Herausfinden“ wo der persönliche Weg hingeht. In Stein gelassene Ökologiebücher erklären zudem Flora und Geologie.

Station 8: Der Doost „Findlings nasses Bett – Ein Steinreich an der Girnitz“

Station 9: Am Doost-Ausgang „Herausfinden – wenn das Herz aufgeht“

Unter dem Motto „Zurückfinden“ geht der Weg über Ritzlersreuth (Station 10) zurück Richtung Boxdorf (Station 11) bis hin zum Kreislehrgarten. Hier beschließt man die Wanderung mit letzten Informationen und der Aufforderung „zu sich zu finden“.

Station 10: Der alte Hof „Zurückfinden – alte Zeiten, gute Zeiten?“

Station 11: Die Rückkehr „Heimfinden – mit neuer Kraft des Wegs“

Station 12: Ruhepol am Kreislehrgarten „Zu sich finden – in der Ruhe liegt die Kraft“

„Bewusst haben wir das Wort ‚finden‘ immer wieder gewählt“, so die Planer. Daraus resultiert letztendlich auch der Name des Weges. Die wunderschöne Flosser Landschaft, der märchenhaft anmutende Doost und der Kreislehrgarten als Start- und Zielpunkt hätten es ja auch schließlich verdient, dass sie vom Betrachter gefunden werden. Und zudem soll natürlich verdeutlicht werden, dass die Selbstfindung Bestandteil der Wanderung ist.

In der Umsetzung ist das Planungsbüro nun nochmals auf die Kenntnisse der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. In Kooperation mit der BG Sonderprojekte werden nun die Detailfragen geklärt. Markus Staschewski, Christine Schreiber, Rita Rosner und Josef Schaller stehen für Fragen und natürlich für Hinweise insbesondere auch zu Sagen und Erzählungen zum Doost zur Seite. Die gebündelten Informationen fließen dann direkt in die Ausarbeitung des Planungsbüros ein.

Auch die Marktgemeinde macht Ihre Hausaufgaben. Bereits angeschrieben wurden die Eigentümer am Rande des Wanderweges mit der Bitte um Genehmigung der Hinweis-Findlinge, Wegweiser und weiterer Objekte. Man erhofft sich entsprechendes Entgegenkommen und eine möglichst schnelle Rückantwort. „Dann würde den ersten Maßnahmen im Herbst dieses Jahres nichts mehr im Wege stehen und eine feierliche Eröffnung könnte im Frühjahr 2019 stattfinden“, so Bürgermeister Günter Stich. Im Marktgemeinderat ist man sich einig, dass dieses Projekt auch dem Tagestourismus zu Gute kommen wird.