Dorferneuerung

„Kreative Köpfe“
Seminar für Dorferneuerung erntet großen Zuspruch

Sichtlich überrascht und sehr zufrieden zeigten sich die verantwortlichen Seminarleiter Erik Bergner und Huberta Bock über den großen Zuspruch zum „Vorbereitungsseminar der ALE-Dorferneuerung“. 15 Teilnehmer aus den Orten Kalmreuth und Schlattein waren nach Tännesberg in das Hotel zur Post gekommen, um sich die Ausführungen der beiden Verantwortlichen anzuhören und aktiv mitzuarbeiten.

Ziel des Seminars war es, die beiden Orte Schritt für Schritt in den Prozess der „kleinen Dorferneuerung“ zu führen, die der Marktgemeinderat bereits 2017 gebilligt und beschlossen hatte. „Wir müssen uns heute überlegen, was wir angehen wollen und wie wir es angehen wollen.“, so Bergner, der als Abteilungsleiter für Land- und Dorfentwicklung im Amt für ländliche Entwicklung in Tirschenreuth tätig ist. Dabei wären dies jedoch noch Beispiel-Projekt um die Vorgehensweise innerhalb der Dorferneuerung bis hin zum fertigen Dorferneuerungsplan zu zeigen.

Baurätin Bock zeigt Möglichkeiten auf, wie eine kleine Dorferneuerung im Kern funktioniert. Die Zuschüsse würden je nach Finanzlage und Fördermöglichkeit bei 60 – 70% liegen. Ausgenommen davon wären private Projekte, die mit weitaus weniger Förderung durchgeführt werden könnten. Neu war für viele Teilnehmer, auch das Zusatzprogramm „Innen statt außen“ innerhalb der Dorfentwicklung in Anspruch nehmen zu können. Hier würden sich dann zum Beispiel mit einer Leerstandsbeseitigung noch höhere Fördermöglichkeiten ergeben.

Kreativ zeigten sich die anwesenden Dorfbewohner bei der vorläufigen Maßnahmenliste ihrer Orte. Gerne stellten Sie ihre bereits vordiskutierten Beispielprojekte vor. Kalmreuth hat sich auf den Ortskern mit Umgestaltungen und Maßnahmen für Kinder, Jugendliche und die gesamte Dorfgemeinschaft eingestellt. Schlattein möchte kulturelle Bausteine des Ortes wie den Glockenturm, das „Wouchhaisl“ oder die Fisch- und Milch-Kammern erhalten und sanieren. Aber auch einige zusätzliche Einzelprojekte beider Orte kamen zur Sprache.

Natürlich seien hinsichtlich dieser Projekte die Themen Straßen, Wasser, Abwasser und Digitalisierung einzubeziehen. Sofern hier ebenfalls Handlungsbedarf besteht, müsse man dies in Einklang bringen, so die ALE-Mitarbeiter. Das Wichtigste für eine positive Abwicklung der gesamten Dorferneuerung sei auf jeden Fall die Eigeninitiative der Bevölkerung.

Interessiert lauschten die beiden Architekten Greiner aus Neustadt den Ausführungen der Dorfbewohner. Sie werden die Maßnahmen vom ersten Moment an begleiten. Dem gemeinsam aufgestellten Zeitplan für die weiteren Schritte stimmten alle Teilnehmer zu. Danach sollten nun zeitnah die Einzelprojekte vorgeschlagen und beplant werden. Der daraus resultierende Dorferneuerungsplan soll ab 2020 seine Umsetzung finden.

Um die nächsten Schritte zwischen Dorfbewohnern und Kommunal-Verwaltung der Marktgemeinde zu koordinieren wurde die Beratungsgruppe Ortsentwicklung mit BG-Leiter Armin Betz einhellig festgelegt.